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Hvide Sande Havn

Dakota

„Dakota“, ein Vollschiff von 1203 Bruttoregistertonnen, wurde 1881 aus Holz von W. Rogers, Bath/Me., gebaut und gehörte der Reederei Ihler in Bremen.

Das Schiff, geführt von Kapitän M.E. Schaffer, strandete am 31. Januar 1888 in Christen Nielsen (Klinks) Strandabschnitt in Sønder Lyngvig.

„Dakota“ befand sich auf dem Weg von Hamburg nach Christiania (Oslo), wo es Baumaterialien für Melbourne in Australien laden sollte.

Die Strandung ereignete sich früh am Morgen bei ablandigem Wind und Schneetreiben. Kurz vor der Strandung hatte der Ausguck den wachhabenden Steuermann gewarnt, dass er Brandung voraus steuerbord hören konnte, doch der Steuermann wies dies zurück, da das Schiff laut Besteck gut von der Küste entfernt sein sollte, was sich als falsch erwies, da die „Dakota“ kurze Zeit später auf Grund lief und stecken blieb.

Von der 22-köpfigen Besatzung kamen der Kapitän und ein Mann der Besatzung ums Leben, die übrigen gelangten aus eigener Kraft an Land.

In einem Auszug aus einem alten Strandungsprotokoll kann man Folgendes lesen: Im Jahr 1888, am 31. Januar nachmittags um 14:30 Uhr, fand sich Polizeimeister, Bürgermeister Petersen in Strandvogt Christen Nielsens Strandabschnitt in Sønder Lyngvig ein, anlässlich einer am Vormittag um 10:30 Uhr eingegangenen telegraphischen Mitteilung, dass das vollgetakelte Schiff „Dakota“ aus Bremerhaven heute in dem genannten Strandabschnitt gestrandet sei.

Später am Tag, wo wir uns nun sicherlich im Haus des Strandvogts befinden, und wo Polizeimeister Petersen, Konsul Chr. Høy und der Erste Steuermann der „Dakota“, A. Weihmann, anwesend waren, wurde Letzterer mit den geltenden Strandungsverordnungen bekannt gemacht, insbesondere mit der Verordnung vom 28. Dezember 1836 § 8, wonach der Steuermann erklärte, dass er den deutschen Konsul Chr. Høy, Ringkøbing, als seinen Kommissionär annimmt und dass er die Assistenz der Obrigkeit fordern darf.

Am nächsten Tag, Mittwoch, dem 1. Februar, legte Konsul Chr. Høy ein Telegramm vor, in dem ihm mitgeteilt wurde, dass Konsul Andersen in Lemvig unterrichtet hatte, dass Schiff und Fracht in Bremen versichert seien und dass er Vollmacht habe und die Rechte der Versicherer vorbehalte.

Danach fand eine Verhandlung statt zwischen Steuermann A. Weihmann mit seinem angenommenen Strandungskommissionär Konsul Høy auf der einen Seite, und Gemeindevogt Milter Iversen, Klegod, sowie Strandvogt Anders Hansen, Søndervig, als Bergener für die Holmsland Klit Nord Bergungsgesellschaft auf der anderen Seite, woraufhin folgender Bergungsvertrag abgeschlossen wurde:

Die Bergelösgemeinschaft verpflichtet sich, so viel wie möglich vom Schiff und Zubehör, Proviant usw., stehendem und laufendem Gut, jedoch erst nach genauerer Anweisung, zu bergen und an einen sicheren Ort oder in ein Haus zu bringen, wie es vom Skipper oder dessen Stellvertreter und der Obrigkeit näher bestimmt werden mag, die Konservierung des Geborgenen, darunter das Trocknen und Aufbewahren der Segel, zu besorgen sowie die Kosten für Lagerhausmiete und Wachdienst zu tragen, beides jedoch nicht länger als bis einschließlich zum 29. des Monats, und im Übrigen das Notwendige bezüglich der Bergung und Erhaltung des Schiffes usw. wahrzunehmen, wogegen, sofern der Schiffskörper nicht zerschlagen wird, ein Viertel des Wertes des Geborgenen, den Schiffskörper also nicht inbegriffen, zu erhalten ist.

Wird der Schiffskörper hingegen zerschlagen und Wrackteile davon durch Maßnahmen der Berger gesichert, so erhalten diese als Bergelohn ein Fünftel des Wertes des gesamten Geborgenen, auch des vom Schiffskörper Gesicherten, wobei jedoch kein Bergelohn vom eigentlichen Grundplatz gezahlt wird.

Der Wert des Geborgenen wird, soweit es nicht durch öffentliche Versteigerung verkauft wird, durch gesetzliche Wertermittlung festgestellt.

Vom Auktionserlös werden vor der Berechnung des Bergelohns abgezogen: Zoll, Reisekosten und Diäten der Zollaufsicht sowie Auktionskosten, außerdem Kosten für die Sortierung und Nummerierung zur Auktion.

Der Vertrag wurde vorgelesen und mit Unterschrift bestätigt. A. Weihmann. Chr. Høy.

Milter Iversen. Anders Hansen. Der Polizeimeister bemerkte, dass er seinerseits nichts gegen den abgeschlossenen Bergungsvertrag einzuwenden fand und dass er diesen zur Genehmigung durch das Amt empfahl.

H.B.Petersen

Der Schiffskörper der „Dakota“ wurde um den 5. März desselben Jahres an eine Interessengemeinschaft, vertreten durch den Fabrikanten Tang in Holstebro, verkauft. Der Schiffskörper wurde später durch einen Sturm zerschlagen.

Das Kirchenschiff in der Kirche von Nørre Lyngvig soll von Kaufmann Simon Jensen in Sønder Lyngvig angefertigt worden sein. Er, der im Rollstuhl saß, war, bevor die „Dakota“ abgebrochen wurde, an Bord des Schiffes, um die Takelage des Schiffes zu studieren und zu zeichnen, bevor er mit dem Bau des Kirchenschiffes begann.

Der genannte Strandvogt Christen Nielsen (Klink) wohnte auf dem Hof in Sønder Lyngvig, den Asger Serup vor ein paar Jahren an die Gemeinde Holmsland verkauft hat.

Der nunmehr ca. 138 Jahre alte Hof wurde von Laust Jensen errichtet, nachdem sein früheres Anwesen, das östlich der Straße, dicht südlich des alten Hofes von Jens und Jørgen Tarbensen lag, Mitte Dezember 1844 niederbrannte, während Laust Jensens Schwester und zukünftiger Ehemann sowie Familie und Nachbarn zur Hochzeit in der Nysogns Kirche auf Holmsland gefahren waren. Da so gut wie niemand zu Hause war, verbrannten alle Tiere und der gesamte Hausrat.

Kania

„Kania“, ein Trawler aus Gdynia in Polen. Das Schiff strandete am 30. November 1953 vor der Husby Kirche.

Der Trawler, der um 4 Uhr morgens strandete, war beim Fischen in England gewesen und befand sich nun auf dem Heimweg.

Er wurde von der Strandwache, Poul Jensen, beobachtet, der die Schiffslaternen nahe am Land sah. Er alarmierte sofort den Aufseher der Rettungsstation, Chr. Bank, der umgehend die Rettungsmannschaft zusammenrief.

Das Rettungsboot sowie das Raketenmaterial waren schnell am Strandungsort, doch da es aufgrund der hohen See unmöglich war, das Boot zu benutzen, wurde das Raketenapparat eingesetzt.

Es wurde eine Leine zum Schiff geschossen, und die Rettungsarbeiten konnten beginnen.

Innerhalb einer Stunde waren 13 Mann im Rettungsstuhl an Land gebracht worden, doch der Kapitän und drei der Besatzungsmitglieder wollten vorerst an Bord bleiben. Sie wurden jedoch später an Land gebracht, da es vorläufig, aufgrund des stürmischen Wetters, keine Chancen gab, das Schiff zu bergen.

Später im Herbst und im Winter 1954 unternahmen polnische Bergungsfahrzeuge Versuche, das Schiff vom Grund zu bekommen, was jedoch misslang.

Danach wurde es Svitzer überlassen, es zu bergen. Es gelang auch 1954, die „Kania“ wieder abzuschleppen, wonach sie zur Reparatur nach Aalborg geschleppt wurde.

Janna

Der Jannavej in Hvide Sande ist nach dem holländischen Schoner „Janna“ aus Middelburg benannt, der am 3. August 1916 bei Haurvig strandete.

Das Schiff hatte eine Besatzung von 4 Mann, von denen drei sich mit einer vom Land aus geworfenen Leine an Land retteten.

Der Kapitän wurde vom Rettungsteam aus Bjerregaard im Rettungsstuhl an Land gerettet.

Das Schiff war auf dem Weg von Rotterdam mit Alteisen, bestimmt für Stockholm. „Janna“ wurde später wieder flottgemacht.

Minerva

Der Minervavej ist nach dem holländischen Kuff „Minerva“ aus Schiedam benannt, der am 17. November 1860 bei Bjerregaard strandete. Die Besatzung, die aus 4 Mann bestand, rettete sich aus eigener Kraft an Land.

Die Ursache der Strandung war, dass das Schiff auf See leckgeschlagen war, und der Schiffsführer beschloss daher, das Schiff an Land zu setzen.

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